Semaglutid ist ein Abkömmling des körpereigenen Hormons GLP-1 (Glucagon-like Peptide 1). Das dänische Unternehmen Novo Nordisk hat es aus seinem Vorgänger Liraglutid weiterentwickelt. Natürliches GLP-1 wird im Blut innerhalb weniger Minuten abgebaut. Semaglutid dagegen bleibt rund eine Woche wirksam – dank drei gezielter Veränderungen an der Kette.
Als Arzneimittel ist Semaglutid unter verschiedenen Handelsnamen zugelassen und verschreibungspflichtig. Dieses Angebot richtet sich nicht an Patientinnen und Patienten, sondern an alle, die verstehen wollen, wie das Peptid aufgebaut ist und wie es in Labor und Wissenschaft untersucht wird.
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Warum sich die Forschung so dafür interessiert
Der GLP-1-Rezeptor kommt nicht nur in der Bauchspeicheldrüse vor, sondern auch im Gehirn, im Herzen, in den Nieren und im Magen-Darm-Trakt. Große Studien haben deshalb weit mehr untersucht als den Blutzucker: Herz-Kreislauf-Ereignisse, Nierenfunktion und Körpergewicht. In der Grundlagenforschung dient Semaglutid als Referenzsubstanz für einen reinen GLP-1-Agonisten, an dem sich neuere Mehrfachagonisten messen lassen.
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